Jahresthema OptimisMUT 2026 - Optimismus und Mut setzen sich gegenseitig voraus

Beitrag vom 15.01.2026

Das Jahr seines 75-jährigen Jubiläums in 2026 begeht der Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum mit dem Jahresthema OptimisMUT. Hiermit gibt sich der Verband einen Reflexions- und Diskursrahmen für das jeweilige Jahr. Aktuelle bildungspolitische Themen finden so Eingang in das kollegiale Gespräch und in die Bildungsarbeit der Bildungszentren.

Optimismus und Mut setzen sich gegenseitig voraus. Zukunft ohne Mut entwickelt sich zwangsläufig in einen Zustand des PessiMISMUTS: Man rechnet nicht mehr mit dem Gelingen, sondern geht vom Scheitern aus. In einer solchen Haltung wird Vorsicht zur Lähmung und Kritik zur Ausrede, nichts zu wagen. Nur die von Mut getragene Zuversicht verdient den Namen Optimismus.

OptimisMUT ist mehr als gute Laune. Er ist eine Haltung, die versteht, dass die Zukunft offen ist – und dass es Mut braucht, sich in diese Offenheit hineinzustellen. Wer optimistisch ist, glaubt nicht blind an das Gute, sondern traut sich zu, mit Unsicherheit umzugehen. Mut bedeutet hier ganz einfach die Bereitschaft, sich zu zeigen, sich zu äußern und Verantwortung für die eigene Sicht auf die Welt zu übernehmen.

Genau hier setzt die Arbeit der Heimvolkshochschule an. Sie will ermutigen. Sie bietet einen Rahmen, der gegenseitigen Ermutigung, unterstützt und ermöglicht. Dies ist eine Form von Hilfe zur Selbsthilfe: Menschen entdecken ihre eigenen Mutpotenziale, indem sie einander darin bestärken. Die Heimvolkshochschule ist damit eine Professionalisierung der Erweckung jener Mutkräfte, die ohnehin unter Menschen vorhanden sind, aber im Alltag oft verschüttet und verdeckt bleiben.

Ermutigung geschieht häufig in kleinen Gesten. Ein Einfaches „Ja, du hast recht“ oder „Das ist eine gute Idee“ kann ausreichen, um jemandem den Rücken zu stärken. Solche Sätze signalisieren: Deine Gedanken zählen. Deine Stimme ist willkommen. Wir ermutigen uns gegenseitig – und genau darin liegt eine große gesellschaftliche Kraft.

Diese Haltung steht in enger Verbindung zu einem Gedanken von N.F.S. Grundtvig:
„hvem der selv vil være fri, maa lade Næsten være det med sig“, ”Wer selbst frei sein will, muss dem Nächsten diese Freiheit ebenfalls zugestehen“. Freiheit heißt hier vor allem: sich aussprechen zu dürfen, sich äußern zu können, ohne sofort bewertet oder entwertet zu werden. Erst in dieser Freiheit kann Mut wachsen.

Aus dieser Praxis entsteht ein Gegendiskurs zum häufig deprimierenden gesellschaftlichen Alltagsdiskurs, der vielerorts von Angst, Ohnmacht und Resignation geprägt ist – und zwar weltweit. OptimisMUT widerspricht diesen Vorstellungen. Er setzt dem die Erfahrung entgegen, dass Menschen gemeinsam Zuversicht entwickeln können. Wo Mut geteilt wird, wächst Optimismus. Und wo Optimismus gelebt wird, gewinnt die Zukunft wieder Handlungsspielraum.

Wir freuen uns, gemeinsam als Verband, aber auch mit unseren Partnern in 2026 diese Mutpotenziale zu erforschen.


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