Bildungszentren als Modellorte für Circular und Sharing Economy in ländlichen Räumen: Auftaktveranstaltung des VBLR-Projekts
Beitrag vom 11.09.2026
Seit dem 1. Mai 2026 läuft das vom Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum (VBLR) initiierte und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützte Projekt „Bildungszentren als Modelleinrichtungen für die Etablierung von Circular und Sharing Economy im ländlichen Raum“. Am 31. August 2026 fand dazu die Auftaktveranstaltung mit einem Werkstattgespräch in der Katholischen LandvolkHochschule Oesede (KLVHS Oesede) statt.
Das auf drei Jahre angelegte Projekt setzt sich damit auseinander, wie Bildungszentren im ländlichen Raum nachhaltiges Handeln praktisch erproben und ihre Häuser als Orte des Austauschs, der Begegnung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) weiterentwickeln können. Im Mittelpunkt stehen dabei Ansätze der Circular Economy und Sharing Economy, insbesondere mit Blick auf die nachhaltige Nutzung von elektrischen und elektronischen Geräten.
Elektronikprodukte sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig stellen ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eine erhebliche ökologische Herausforderung dar. Reparieren, Wiederverwenden, Teilen und eine möglichst lange Nutzung von Produkten können dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu vermeiden. Hier setzt das Projekt des VBLR an: Bildungszentren sollen zu Modellorten für nachhaltiges Handeln werden und gemeinsam mit ihren regionalen Partnerinnen und Partnern konkrete Lösungen entwickeln und erproben.
Bei der Auftaktveranstaltung am 31. August 2026 in der KLVHS Oesede kamen interessierte Mitgliedseinrichtungen des VBLR zusammen, um sich über die Ziele und Möglichkeiten des Projekts auszutauschen. In einem gemeinsamen Werkstattgespräch wurde diskutiert, wie Bildungszentren nachhaltiges Handeln praktisch erproben und ihre Häuser als Orte des Austauschs und der Begegnung weiterentwickeln können.
Diese Startergruppe hat nun ihre Arbeit aufgenommen. Gemeinsam sollen erste Ansätze entwickelt, Erfahrungen gesammelt und Möglichkeiten der Übertragung auf weitere Bildungszentren ausgelotet werden. Dabei geht es nicht nur um konkrete Veränderungen im Betrieb der Einrichtungen, sondern auch um die Frage, wie Bildungsangebote und regionale Netzwerke miteinander verbunden werden können.
„Die Bildungszentren im ländlichen Raum sind weit mehr als Orte der Wissensvermittlung. Sie sind Treffpunkte, Lernorte und Teil ihrer jeweiligen Regionen. Genau hier wollen wir ansetzen und gemeinsam erproben, wie nachhaltiges Wirtschaften und Handeln im Alltag sichtbar und erfahrbar werden kann.“, berichtet Annemarie Plate, Projektleitung bei der KLVHS Oesede.
Das Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Die Federführung liegt beim Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum in Zusammenarbeit mit der Katholischen LandvolkHochschule Oesede.